Sonnenenergie für das Baden und die Heizung

Gas und Heizöl werden immer teurer. Kein Wunder – die Ressourcen sind begrenzt und Millionen von Menschen weltweit wollen es ebenfalls warm in ihren 4-Wänden haben. Wenn die großen Energiekonzerne auf Sonnenenergie setzen können, muss dies doch auch im kleinen Rahmen für den Hausbesitzer möglich sein. Und genau das ist es auch.

Worauf ist zu achten, wenn man auf Sonnenenergie setzen möchte?

Zunächst einmal ist der Standort wichtig. Wer im Schwarzwald lebt, hat mit der Auslastung seiner neuen Solar- bzw. Photovoltaikanlage überhaupt kein Problem. Denn hier ist die Sonnenausbeute überdurchschnittlich gut. In Schleswig-Holstein hingegen ist der Sonnenertrag zwar immer noch lohnenswert, aber im Vergleich eher gering. Es ist also wichtig, die Solaranlage, die man erwerben möchte, danach auszurichten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage der Ausstattung. Natürlich sind sogenannten Inndachkollektoren optisch schöner als die auf dem Dach montierten Flachkollektoren. Doch sie sind nur wirklich ratsam, wenn das Dach entweder gerade auf einen Neubau gesetzt wird oder wenn es gerade saniert wird. Zudem sind die Inndachkollektoren auch wesentlich teurer als die regulären Flachkollektoren.

Diese jedoch haben auch einen Hasenfuß. Denn auf Dächern, die weniger als 20 % Neigung aufweisen, sind besondere Montagegestelle notwendig, um einen optimalen Ertrag zu erhalten. Eine weitere Option sind die Vakuumröhrenkollektoren. Bei diesem werden mehrere Glasröhren zu einem Kollektormodul zusammengefasst. Jedoch kann jede Glasröhre einzeln ausgerichtet bzw. gedreht werden. Dadurch kann das Modul auch an der Hauswand, also senkrecht, oder eben auf Dächern mit niedriger Neigung montiert werden. Durch die separate Ausrichtung kann ein höchstmöglicher Sonnenertrag erwirtschaftet werden. Auch sie liegen preislich über den Flachkollektoren.

Ausrichtung und Speicherung

Grundsätzlich sollten die Kollektoren nach Süd / Südost ausgerichtet werden. Denn so erhält man am meisten Wärme, die in einer angeschlossenen Therme gespeichert wird. Mit Hilfe von gut isolierten Rohrleitungen wird die erhitzte Flüssigkeit der Kollektoren zur Therme geleitet, wo es durch einen Wärmeaustauscher das dortige kalte Wasser erhitzt. Es kann nun zum Heizen oder auch zur Warmwasserverwendung eingesetzt werden. Der Transport erfolgt mit Hilfe einer Solarpumpe, die das warme Wasser zur Therme schickt und gleichzeitig das erkaltete Wasser der Therme ansaugt. Ein endloser Kreislauf, solange ausreichend Sonnenwärme auf die Kollektoren trifft.

Fazit:

Egal, wie groß die Sonneneinstrahlung ist, egal wie groß der Neigungswinkel des Daches ist und egal, wie groß die Sonnenausbeute tatsächlich ist – man bemerkt den Einsatz der Sonnenkollektoren definitiv auf der Heizabrechnung. Wer auch über Fotovoltaik-Kollektoren verfügt, wird dies auch bei der Stromabrechnung erkennen können. Es lohnt sich also, über eine entsprechende Installation nachzudenken.

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